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Ist Gold gleich Gold?

Der Goldschmied verwendet in der Werkstatt verschiedene Goldlegierungen.

 

Aber was ist denn eigentlich eine Legierung?

Als Goldlegierung wird Gold bezeichnet, zu dem mindestens noch ein weiteres Metall dazu geschmolzen / legiert wird.

 

Die 4 hauptsächlichen Goldlegierungen in der Schmuckherstellung sind:

333- Gold (auch 8 Karat genannt)

585- Gold (auch 14 Karat genannt)

750- Gold (auch 18 Karat genannt)

900- Gold (auch 22 Karat genannt)

 

Natürlich verwenden wir auch Feingold, reines Gold, (24 Karat) als Auflagen oder eben, um es zu legieren.

 

Was aber macht den Unterschied?

Jede der oben genannten Legierungen hat verschiedene Eigenschaften, unterschiedliche Härtegrade und auch die Farbe unterscheidet sich vom Feingold.

Je nach Legierung können wir Roségold, Rotgold, Champagnergold, Weißgold oder Grüngold legieren.

Was ist der Unterschied?

 

333- Gold besteht zu 33%  aus Feingold und 77% aus Zusätzen (meist Silber und Kupfer), daher ist es eher blassgelb in der Farbe und hart und spröde. Die mechanische Umformung von 333-Gold ist dadurch schwierig. Daher wird es gerne in der Massenfertigung im Gießverfahren genutzt. Der Preis ist durch den geringen Goldanteil günstig.

 

Mit steigendem Goldanteil verändern sich die mechanischen Eigenschaften, so ist 585- Gold immer noch recht günstig, aber auch immer noch sehr hart.

Auch diese Legierung wird gerne für das Gussverfahren genutzt und für die Massenfertigung von z.B. Trauringen.

 

In unserer Goldschmiede verwenden wir 750- Gold und aufwärts, da es sich gut umformen und schmieden lässt und auch die Farbe einem satten Goldton ähnelt.

900- Gold ist der Feingoldfarbe am nächsten, allerdings ist es auch sehr weich und für Trauringe, die man täglich trägt, nur bedingt zu empfehlen.

 

Aber wer sich nicht sicher ist, wird in unserer Werkstatt gerne über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Legierungen informiert.

 

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!